Verlustabzug bei Erwerb einer GmbH-Beteiligung

§ 8c Abs. 1 S. 1 KStG (alte Fassung) ließ bei einem Anteilserwerb von mehr als 25 Prozent innerhalb von 5 Jahren, (sogenannter schädlicher Beteiligungserwerb) anteilig untergehen. Diese Regelung stufte das Bundesverfassungsgericht als Verstoß gegen das Grundgesetz ein und legte dem Gesetzgeber auf die Regelung rückwirkend aufzuheben. Dies ist nun im Rahmen des Jahressteuergesetz 2018 rückwirkend ab 2008 geschehen. Damit gehen die Verlustvorträge bei einem schädlichen Beteiligungserwerb von 25 bis 50 Prozent ab dem Jahr 2008 nicht mehr anteilig unter.

Sanierungsklausel wieder in Kraft

Die Sanierungsklausel des § 8 c Abs. 1a KStG verhinderte den Untergang der Verlustabzüge bei schädlichem Beteiligungserwerbe zum Zweck der Sanierung unter bestimmten Voraussetzungen. Diese Klausel wurde zeitweise ausgesetzt, da die EU-Kommission diese durch Beschluss der Europäischen Kommission vom 26.01.2011 diese als unzulässige staatliche Beihilfe als rechtswidrig festgestellt wurde. Dem widersprach nun der EuGH durch Urteil vom 28.06.2018. Damit gilt die Sanierungsklausel des § 8c Abs. 1a KStG wieder in vollem Umfang rückwirkend ab 2008.

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31. Juli 2019
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